Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Seit 2010 leite ich als vom Bundesverband für Mediation anerkannte Ausbilderin die Mediationsausbildung an der Alice Salomon Hochschule. Der Kurs findet in meinen Räumen statt. 

 

Neuer Infotermin 11.1.2016 

Aussichtsreich Ackerstrasse 12 oder Vereinbarung eines Telefonats oder Einzelgesprächs mit mir unter 

0179 21 72 73 4

 

Hochaktuell ist die Frage, welchen Nutzen das Handwerkszeug Mediation in Bezug auf die neue gesellschaftliche Aufgabe der Integration von Flüchtlingen haben kann. Der Bundesverband Mediation widmet sich dieser Frage in Fachgruppenarbeit und veröffentlicht noch dieses Jahr ein Sonderheft zu dem Thema. In die Ausbildung fliessen alle neuen Erkenntnisse zu diesem und anderen relevanten Themen mit ein.

Meine Mediationsausbildung lebt von der Unterschiedlichkeit ihrer Teilnehmer und Teilnehmerinnen, denn je diverser die Gruppe umso größer der Lernerfolg in Bezug auf den Umgang mit Andersartigkeit und Unterschiedlichkeit. Mediationskompetenz kann in einem solchen Rahmen besonders gut praxisnah erlebt und erlernt werden.

In den ersten fünf Modulen vermittle ich die Grundlagen der Mediation anhand des Fünf-Phasen-Modells. Auf dieser Grundlage werden in den weiteren vier Modulen die wesentlichen aktuellen Mediationsströmungen sowie spezielle Anwendungsgebiete der Mediation vertieft. Hierbei handelt es sich um Mediation im

  • interkulturellen Kontext
  • mit Gruppen und Teams
  • im Arbeitskontext
  • und Familien.

Das letzte Modul dient der Reflexion der eigenen beruflichen Entwicklung sowie der Integration von Mediationskompetenz in Form eines individuellen Mediatorenprofils.

Von den insgesamt 30 Stunden Supervision werden 15 Stunden von zwei externen Supervisorinnen durchgeführt.

Besonderen Wert lege ich auf einen hohen Übungsanteil während der gesamten Ausbildung, das heißt, dass jeder Teilnehmer, jede Teilnehmerin die Gelegenheit bekommt, mindestens ein Mal pro Wochenendmodul die Mediatorenrolle zu erproben. Eine Vielfalt von kreativen und biografischen Methoden, durchgängige Selbstreflexion zum Thema Haltung und Perspektivwechsel sowie der Einsatz unterschiedlicher Mediatorenpersönlichkeiten als Gastdozenten runden die Ausbildung ab.

Der Modulplan im Einzelnen:

 

 

Einführung in die Rolle des Konfliktvermittlers, Beginn der Mediation: Phase 1 bis 3 des Phasenmodells
Termin: 27.03.-31.03.2017
Beschreibung: - Grundlagen der Konflikttheorie
- Überblick über die aktuelle Mediationslandschaft 
- Phasenmodell der Mediation 
- Mediatorenpersönlichkeit
- Rolle und Haltung der Mediatorin/ des Mediators
- Einführung in die Methode des Rollenspiels
- Kontaktaufnahme und Setting der Mediation: Raum, Rolle, Regeln
- Konfliktdarstellung durch die Konfliktparteien
- Kommunikationstechnik : Spiegeln und Aktives Zuhören
- Kreative Wahrnehmungsübungen
- Beispiele und Anwendungen zur Phase 1 und 3
- Kernstück der Mediation: Phase 3 
- Empathische, wertschätzende Gesprächs- und Prozessführung
- Umgang mit Gefühlen und Emotionen in der Mediation
- Herausarbeiten der Interessen und Bedürfnisse
- Wertfreie Kommunikation
- Empathie und Neutralität / Allparteilichkeit erlernen und üben
- Prozessführung in der Mediation: Folgen und Führen
- Die Idee der Gewaltfreien Kommunikation nutzen
 
A 30.17.02 Lösungssuche und Vorschlagsverhandlung
Abrundung der Mediation: Phase 4 und 5 des Phasenmodells
Termin: 05.-06.05.2017
Beschreibung: - Die Kunst zu fragen 
- Grundlagen des Brainstorming
- Verhandlungsführung
- Entscheidungskriterien sammeln, Akzeptanz herstellen
- Überprüfung der Umsetzbarkeit
- Visualisierungs- und Moderationsmethoden
- Abschlussvereinbarung
- Standortbestimmung und Orientierung
- Die Idee der lösungsfokussierten Mediation verstehen
 
A 30.17.03 Abrundung der Grundlagen, rechtliche Verortung und Abgrenzung zu anderen Beratungsformen
Das Phasenmodell in seiner Gesamtheit und Co-Mediation
Termin: 14.-15.07.2017
Beschreibung: - Das Phasenmodell im Rollenspiel wiederholen 
- Co-Mediation
- Abgrenzung der Mediation zu Supervision, Coaching, Therapie, Rechtsberatung 
- Rechtliche Einordnung des Vermittlungsauftrags 
- Eigene Vertragsgestaltung
- Einsatz von Rechtsberaterinnen im Mediationsverfahren
- Grenzen der Mediation
- Den Grundgedanken des Harvard-Modells anwenden
 
A 30.17.04 Umgang mit heftigen Emotionen und Blockaden/verschiedene Ansätze in der Mediation
In die Tiefe gehen und gegenseitiges Verständnis schaffen
Termin: 08.-09.09.2017
Beschreibung: - Methodenpoolerweiterung: Doppeln, Dialogisieren, Reflecting Team
- Hocheskalierte Konflikte
- Einzelgespräch und gemischtes Doppel
- Professionelle Nähe und Distanz zu den Streitparteien
- Kreative Interventionen bei Blockaden
- Die besondere Form der Klärungshilfe nutzen
 
A 30.17.05 Kursfahrt Besonderheiten der Prozessführung
Führen und Folgen in der Mediation
Termin: 29.09.-03.10.2017

 

 

Beschreibung:

- Körpersprache
- Visualisieren
- Protokollieren

-Verbindung mit der eigenen Berufsbiografie

- Übungsmodul mit vielen Rollenspielen
- Video-Feedback
- Halbzeitfeedback

 
A 30.17.06 Kultursensible Konfliktbearbeitung und Kreativität in der Mediation
Termin: 03.-04.11.2017
Beschreibung: - Bedeutung von Kultur und interkultureller Verständigung für die Mediation
- Kulturelle Prägung und Identität
- Menschenbild und Ethik
- Möglichkeiten und Nutzen kreativer Methoden und Ansätze in die Mediation ( z.B. Storytelling, szenische Darstellung, Malen...)
 
A 30.17.07 Mediation im Arbeitsbereich, Gruppen- und Teammediation
Konfliktdynamik und ihre besondere Bearbeitung in Mehrparteienkonflikten
Termin: 01.-02.12.2017
Beschreibung: - Gruppendynamik
- Rollen und ihre Wirkung in Gruppen
- Strukturierende und kreative Methoden der Gruppen-, und Team-Mediation
- Moderationstechniken
- Protokollieren von Ergebnissen
 
A 30.17.08 MIO - Mediation in Organisationen
Termin: 19.-20.01.2018
Beschreibung: - Mediation in kleinen und mittleren Institutionen und Projekten
- Interne und externe Mediation
- Teamentwicklung
- Auftragsverhandlung
- Macht in der Mediation 
- Das Modell der Klärungshilfe vertiefen
 
A 30.17.09 Familienmediation, Abschluss und Start in die Praxis
Psychische Bedeutung von Trennung und Scheidung
Termin: 12.-16.03.2018
Beschreibung: - Verarbeitung der Trennungskrise und ihre Phasen
- Prinzipien des Systemischen Denkens
- Verschiedene Trennungskonstellationen und ihre Bedeutung für Kinder
- Entwicklungsgesetze von Kindern und Störbilder von Trennungskindern
- Einbeziehen von Kindern und Jugendlichen in der Mediation
- Übersicht über rechtliche Grundlagen in Familienmediationen
- Formfragen, z.B. notarielle Beurkundung

Der letzte Schliff:
- Einblick in weitere Anwendungsfelder der Mediation, wie Nachbarschaft, Schulmediation, Erbschaft, Unternehmensnachfolge, Telefonmediation
- Abgabe und Besprechung der Fall Dokumentationen
- Marketing, Akquise, Vernetzung, Berufsverbände
- Sicherung der Kompetenzen (Supervision, kollegiale Intervision)
- Abschlussrollenspiele
- Selbstpräsentation, Mediatorinnenprofil
- Teilnahmebescheinigungen, Zertifikate/feierlicher Abschluss