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Hochaktuell ist die Frage, welchen Nutzen das Handwerkszeug Mediation in Bezug auf die neue gesellschaftliche Aufgabe der Integration von Flüchtlingen haben kann. Der Bundesverband Mediation hat sich dieser Frage in Fachgruppenarbeit gewidmet und letztes Jahr ein Sonderheft zu dem Thema herausgegeben. In die Ausbildung fliessen alle neuen Erkenntnisse zu diesem und anderen relevanten Themen mit ein.

Meine Mediationsausbildung lebt von der Unterschiedlichkeit ihrer Teilnehmer und Teilnehmerinnen, denn je diverser die Gruppe umso größer der Lernerfolg in Bezug auf den Umgang mit Andersartigkeit und Unterschiedlichkeit. Mediationskompetenz kann in einem solchen Rahmen besonders gut praxisnah erlebt und erlernt werden.

In den ersten fünf Modulen vermittle ich die Grundlagen der Mediation anhand des Fünf-Phasen-Modells. Auf dieser Grundlage werden in den weiteren vier Modulen die wesentlichen aktuellen Mediationsströmungen sowie spezielle Anwendungsgebiete der Mediation vertieft. Hierbei handelt es sich um Mediation im

  • interkulturellen Kontext
  • mit Gruppen und Teams
  • im Arbeitskontext
  • und Familien.

Das letzte Modul dient der Reflexion der eigenen beruflichen Entwicklung sowie der Integration von Mediationskompetenz in Form eines individuellen Mediatorenprofils.

Von den insgesamt 30 Stunden Supervision werden 15 Stunden von zwei externen Supervisorinnen durchgeführt.

Besonderen Wert lege ich auf einen hohen Übungsanteil während der gesamten Ausbildung, das heißt, dass jeder Teilnehmer, jede Teilnehmerin die Gelegenheit bekommt, mindestens ein Mal pro Wochenendmodul die Mediatorenrolle zu erproben. Eine Vielfalt von kreativen und biografischen Methoden, durchgängige Selbstreflexion zum Thema Haltung und Perspektivwechsel sowie der Einsatz unterschiedlicher Mediatorenpersönlichkeiten als Gastdozenten runden die Ausbildung ab.

Weitere Infos finden Sie auf der Seite der Alice Salomon Hochschule unter folgendem Link:  https://www.ash-berlin.eu/weiterbildung/zentrum-fuer-weiterbildung/kurssuche/einzelansicht-kurs/?atyp=zk&uid=239

Infoversanstaltung

 30.1. und 22.2.2018 von 18.00-20.00

Büroetage AussichtsReich

Ackerstrasse 12 10115 Berlin-Mitte

Basismodul 1:

Montag - Freitag

9.-13.4.2018

Kennenlernen der Mediation, der Mediator_innenrolle, der Gesprächsstruktur,  Prozessführung

 

- Grundlagen der Konflikttheorie

- Überblick über die aktuelle Mediationslandschaft

- Phasenmodell der Mediation

- Mediatorenpersönlichkeit

- Rolle und Haltung der Mediatorin/ des Mediators

- Einführung in die Methode des Rollenspiels

- Kontaktaufnahme und Setting der Mediation: Raum, Rolle, Regeln

- Konfliktdarstellung durch die Konfliktparteien

- Kommunikationstechnik : Spiegeln und Aktives Zuhören

- Kreative Wahrnehmungsübungen

- Beispiele und Anwendungen zur Phase 1 und 3

- Kernstück der Mediation: Phase 3

- Empathische, wertschätzende Gesprächs- und Prozessführung

- Umgang mit Gefühlen und Emotionen in der Mediation

- Herausarbeiten der Interessen und Bedürfnisse

- Wertfreie Kommunikation

- Empathie und Neutralität / Allparteilichkeit erlernen und üben

- Prozessführung in der Mediation: Folgen und Führen

- Die Idee der Gewaltfreien Kommunikation nutzen

 

Basismodul 2

Freitag & Samstag

4.-5.5.2018

Lösungssuche & Vorschlagsverhandlung

- Die Kunst zu fragen

- Grundlagen des Brainstorming

- Verhandlungsführung

- Entscheidungskriterien sammeln, Akzeptanz herstellen

- Überprüfung der Umsetzbarkeit

- Visualisierungs- und Moderationsmethoden

- Abschlussvereinbarung

- Standortbestimmung und Orientierung

- Protokollieren

- Zwischenvereinbarungen

- Die Idee der lösungsfokussierten Mediation verstehen

 

Basismodul 3

Freitag & Samstag

1.-2-6.2018

Abrundung der Grundlagen & rechtliche Verortung

- Das Phasenmodell im Rollenspiel wiederholen

- Co-Mediation

- Abgrenzung der Mediation zu Supervision, Coaching, Therapie, Rechtsberatung

- Rechtliche Einordnung des Vermittlungsauftrags

- Eigene Vertragsgestaltung

- Einsatz von Rechtsberaterinnen im Mediationsverfahren

- Grenzen der Mediation

- Den Grundgedanken des Harvard-Modells anwenden

 

Basismodul 4 

Freitag & Samstag

24.-25.8.2018

 

Heftige Emotionen &  Blockaden

- Methodenpoolerweiterung: Doppeln, Dialogisieren, Reflecting Team

- Hocheskalierte Konflikte

- Einzelgespräch und gemischtes Doppel

- Professionelle Nähe und Distanz zu den Streitparteien

- Kreative Interventionen bei Blockaden

- Die besondere Form der Klärungshilfe nutzen

 

Spezialisierungsmodul 5

Freitag & Samstag

21.-22.9.2018

Kultursensible Mediation

- Bedeutung von Kultur und interkultureller Verständigung für die Mediation

- Kulturelle Prägung und Identität

- Menschenbild und Ethik

- Möglichkeiten und Nutzen kreativer Methoden und Ansätze in die Mediation ( z.B. Storytelling, szenische Darstellung, Malen...)

 

Spezialisierungsmodul 6

Freitag & Samstag

19.-20.10.2018

Mediation in Gruppen und Teams -Basiseinführung

- Gruppendynamik

- Rollen und ihre Wirkung in Gruppen

- Strukturierende und kreative Methoden der Gruppen-, und Team-Mediation

- Moderationstechniken

- Protokollieren von Ergebnissen

 

Modul 7 Anwendungsfelder der Mediation

Freitag & Samstag

23.-24.11.2018

Mediation in Organisationen

- Mediation in kleinen und mittleren Institutionen und Projekten

- Arbeitsrechtliche Aspekte

- Interne und externe Mediation

- Teamentwicklung

- Auftragsverhandlung

- Macht in der Mediation

- Das Modell der Klärungshilfe vertiefen

 

 

Modul 8 Anwendungsfelder der Mediation

Freitag & Samstag

25.-26.1.2019

Familienmediation

- Verarbeitung der Trennungskrise und ihre Phasen

- Prinzipien des Systemischen Denkens

- Verschiedene Trennungskonstellationen und ihre Bedeutung für Kinder

- Entwicklungsgesetze von Kindern und Störbilder von Trennungskindern

- Einbeziehen von Kindern und Jugendlichen in der Mediation

- Übersicht über rechtliche Grundlagen in Familienmediationen

- Formfragen, z.B. notarielle Beurkundung

 

Vertiefungsmodul 9

Montag bis Freitag

25.2.-1.3.2019

Abrundung und Start in die Praxis

 

Der letzte Schliff:

- Einblick in weitere Anwendungsfelder der Mediation, wie Nachbarschaft, Schulmediation, Erbschaft, Unternehmensnachfolge, Telefonmediation

- Abgabe und Besprechung der Fall Dokumentationen

- Einzelsupervisionen der eingereichten Fälle

- Marketing, Akquise, Vernetzung, Berufsverbände

- Sicherung der Kompetenzen (Supervision, kollegiale Intervision)

- Abschlussrollenspiele, Video-Feedback

- Selbstpräsentation, Mediatorinnenprofil

- Teilnahmebescheinigungen, Zertifikate/feierlicher Abschluss